Massimo Gardone (1961)
Die Arbeiten von Massimo Gardone folgen der schmalen Linie der zahlreichen Stimmen seiner Seele: sie enthalten Musik, Fotografie und Video, die wichtige Begleiter bei all seinen Projekten sind.
Bei näherem Hinsehen ist es schwierig, in seinen Werken seine Tätigkeit als Künstler von der eines professionellen Fotografen zu trennen, denn aus seinen Bildern fließen klangliche Harmonien, in seinen Videos liegt träges Verweilen und seine Liebe zu Musik ist allgegenwärtige Synthese und Leidenschaft.
Gemeinsam mit seiner Frau bastelt er an seinem Lebensprojekt und einem kreativen Weg, der beruflich zu ausgezeichneten Ergebnissen führte, ihn aber vor allem unverhofft zum Vater von Caterina machte.
Nach Gründung des Ateliers Azimut mit Alessandra und Lorenza, arbeitete er mit den bedeutendsten italienischen Grafikern und leistete Beiträge zur Werbung von Prestigemarken wie PorscheDesign, Bulgari, Imetec, Aboca, Albatros, Giorgetti, Buffetti, Bompiani und vielen anderen.
Zu den wichtigsten Kunden, für die er im Designbereich gearbeitet hat, gehören Foscarini, Flos, FontanaArte, Kartell, Pallucco und Moroso.
Sein experimenteller, innerer Weg findet konkreten Ausdruck in der Kooperation bei Videoprojekten mit N+N Corsino und im Vagabundenleben zwischen Shanghai, Hanoi, Marseille, Riga, Rotterdam und Vancouver.
Er veröffentlichte mit Flowers ein Mini-Buch oder ein Katalog-Tagebuch, das den Leser in das flüssige Zellgewebe von Farben eintauchen lässt, Bilder die manchmal auf Film, manchmal digital entstanden sind, aber nie auf traditionelle Art entwickelt wurden.
Von Fotografie und Video liebt er die grafische Interpretation der Formate, die Möglichkeit, Standards zu zertrümmern, die weiche Poesie und die minimale Abweichung von gewollten Einstellungen.
Er realisiert musikalische Clips, bezieht Emotionen aus der Erforschung von Farben, entdeckt die Welt des Polaroid, untersucht das neue, digitale Potenzial und ‘erlaubt´ sich ein Innehalten, Ausflüge und Einbrüche in andere Welten, vom Sozialen Habitat Antonio Villas´ zu den visuellen Projekten des Musikers Francesco Messina und schließlich die Zusammenarbeit mit dem jungen Designer Luca Nichetto.
Aus diesen Freundschaften und Kooperationen entsteht der Same für künftige Kontaminierungen, die ihn zur Realisierung von Designerobjekten führen und ermutigen, sich dem Markt der zeitgenössischen Kunst zu nähern.
Heute will Gardone aufmerksam auf seine innere Poesie hören, still stehen und seine Bilder in der Welt beobachten, dabei zu Hause angeschlossen bleiben, um sie zu erfinden...